Burg Dobin
Frühmittelalter
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Beschreibung
Die Burg Dobin ist ein ehemaliger Slawischer Burgwall bei Dobin am See am Nordende des Schweriner Sees. Die erstmals in der Slawenchronik des Helmold von Bosau als Dubin erwähnte Festung wurde 1147 anstelle eines Handelsplatzes durch den abodritischen Fürsten Niklot als Fluchtburg errichtet und 1160 wieder zerstört. Die Wismarsche Chronik verzeichnet für das Jahr 1278 nochmals ein castrum Dubin. Nach der Lokalisierung des Burgwalles durch den mecklenburgischen Landesarchivar Lisch im 19. Jahrhundert folgten ab 1999 umfangreiche archäologische Untersuchungen unter der Leitung des Prähistorikers Ettel, die Ergebnisse zu Struktur, Aussehen und Nutzung der Burg sowie Aussagen zum Zeitpunkt der Errichtung und zur Art und Weise der Zerstörung der Befestigung erbrachten. (Text: Wikipedia, „Burg Dobin“, CC BY-SA 4.0)
Steckbrief
- Anlagentyp
- Burgwall
- Land / Kanton
- Mecklenburg-Vorpommern
- Koordinaten
- 53.77667 N, 11.52472 E
Literatur
- Peter Ettel: Dobin – eine slawische Fürstenburg am Schweriner See in Mecklenburg-Vorpommern. In: 19. Château-Gaillard Conference for medieval castle studies, Graz (Österreich) 1998 Caen 2000 S. 69–73.
- Peter Ettel / Cornelius Meyer: Die Burg von Dobin. Vorbericht zur geomagnetischen Prospektion und Sondagegrabung 1999/2000. Archäologische Berichte aus Mecklenburg-Vorpommern 7, 2000, 139–150.
- Peter Ettel: Die slawische Fürstenburg von Dobin, Mecklenburg-Vorpommern. In: A. Wieczorek/H.-M. Hinz (Hrsg.): Europas Mitte um 1000. Handbuch zur Ausstellung. Stuttgart 2000 730 f.
- Peter Ettel: Die Burg von Dobin. In: Hauke Jöns, Friedrich Lüth (Hrsg.), Mecklenburgs Humboldt: Friedrich Lisch. Ein Forscherleben zwischen Hügelgräbern und Thronsaal. Lübstorf 2001, S. 67–72.
- Peter Ettel: Historische und archäologische Überlieferung zur slawischen Fürstenburg von Dobin in Mecklenburg. In: P. Ettel/R. Friedrich/W. Schier (Hrsg.): Interdisziplinäre Beiträge zur Siedlungsarchäologie. Gedenkschrift für Walter Janssen Rahden/Westfalen 2002, S. 53–64.
- Ralf Wiechmann: Münzen und Münzfibeln aus der spätslawischen Burg Dobin in Flessenow, Lkr. Nordwestmecklenburg. In: Hauke Jöns, Friedrich Lüth (Hrsg.): Bodendenkmalpflege in Mecklenburg-Vorpommern. (Band 53), Schwerin 2006, S. 155–182.
- Heinz Falkenberg: Zur Geschichte des letzten Obotritenfürsten Niklot, seiner Söhne und der alten Slawenburg Dobin. Edition Digital, Pinnow, 2017. ISBN 978-3-95655-856-6.
Weblinks
Quellen der Geodaten
- Geländemodell: © GeoBasis-DE/M-V – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
- Luftbild: © GeoBasis-DE/M-V, CC BY 4.0
- Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.