Ringwall auf dem Dommelberg

Urnenfelderzeit, Hallstattzeit

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Luftbild: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP

Beschreibung

Urnenfelder- und hallstattzeitliche Befestigung auf den beiden Kuppen des Dommelbergs über dem Rhein südlich von Koblenz; zweiphasige Mauer nach dem Prinzip der Pfostenschlitzmauer.

Steckbrief

Anlagentyp
Ringwall
Weitere Namen
Dommelsberg
Gemeinde / Gemarkung
Koblenz (Stadtwald, Kühkopf)
Landkreis
kreisfreie Stadt Koblenz
Land / Kanton
Rheinland-Pfalz
Topographische Lage
Bergkuppe
Naturraum
Mittelrhein, Doppelkuppe zwischen Königsbach- und Siechhausbachtal
Vorwälle / Annexe / Vorburg
Vier ovale Wallabschnitte: drei aufeinanderfolgend am Westhang der Nordkuppe, einer mit Tor westlich der Südkuppe; zur Rheinseite keine Wälle. Wälle und Gräben zusammen rund 1,5 km lang.
Nutzungsphasen
1. Bauphase im 11. Jh. v. Chr.: etwa 5 m tiefer, 7,5 m breiter Graben, Erdwall mit pfostengestützter Steinverkleidung. 2. Bauphase im 6.–5. Jh. v. Chr.: neuer Graben (1,5 m tief, 2,5 m breit) und Trockenmauer (vermutet 3 m hoch, 6 m breit) mit Holzeinbauten. Zu Beginn des 5. Jh. v. Chr. gewaltsam zerstört.
Koordinaten
50.31722 N, 7.58361 E

Literatur

  1. Karl Heinz Wagner: Der Ringwall auf dem Dommelsberg bei Koblenz. In: Germania 21, 1937, Heft 2. online

Weblinks

Weitere Angaben (8)
Anzahl Wall-/Mauerlinien
4
Konstruktion
Pfostenschlitzmauer, Murus gallicus
Ausdehnung
Gesamtanlage etwa 400 m × 800 m
Anzahl Tore
1
Zugänge – Anmerkung
Tor in der südlichen Mauer mit 2 m breitem Durchgang.
Datierungsgrundlage
Ausgrabung
Ausgrabungen
Ende 19. Jh. R. Bodewig; 1936 Landesmuseum Bonn (11. Mai–13. Juni und 6. Juli–8. August), Wall und Graben der Südkuppe.
Besuch / Zugänglichkeit
Frei zugänglich

Quellen der Geodaten

  • Geländemodell: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
  • Luftbild: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP, dl-de/by-2-0
  • Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.