Oppidum auf dem Donnersberg
Mittel-/Spätlatènezeit
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Beschreibung
Spätkeltisches Oppidum auf dem Donnersberg, mit rund 8,5 km Wall eine der größten Befestigungen ihrer Art im heutigen Deutschland.
Steckbrief
- Anlagentyp
- Oppidum
- Gemeinde / Gemarkung
- Dannenfels
- Landkreis
- Donnersbergkreis
- Land / Kanton
- Rheinland-Pfalz
- Naturraum
- Donnersberg, Nordpfalz
- Vorwälle / Annexe / Vorburg
- Ostwerk (als Siedlungsfläche gedeutet) und Westwerk (als Fluchtburg gedeutet), die am Königsstuhl aufeinandertreffen. „Schlackenwall“ am nördlichen Eckpunkt.
- Nutzungsphasen
- Ostwerkmauer einmal erneuert, der südliche Teil ein zweites Mal durch eine vorgesetzte Mauer.
- Koordinaten
- 49.62528 N, 7.91472 E
Literatur
- Kurt Bittel: Grabung auf dem Donnersberg (Rheinpfalz). In: Germania 14, 1930, S. 206–214. online
- Heinz-Josef Engels: Der Donnersberg. Ausgrabungen, Forschungen, Geschichte. Bd. 1: Die Viereckschanze. Grabung 1974/75. Wiesbaden 1976.
- Kurt Bittel: Der Donnersberg, eine keltische Stadtanlage (Abh. Akad. Wiss. Lit. Mainz 1981, 8). Mainz 1981.
- Andrea Zeeb: Der Donnersberg. Eine bedeutende spätkeltische Stadtanlage (Archäologische Denkmäler in der Pfalz 2). Speyer 2008.
- Andrea Zeeb-Lanz: Münzen – Mauern – Zangentore. Zehn Jahre Forschungen auf dem keltischen Donnersberg in der Nordpfalz (2004–2014). In: M. Koch (Hrsg.): Archäologie in der Großregion (Archäologentage Otzenhausen 2). Nonnweiler 2016, S. 21–55. online
- Regina Molitor: Ein trotziger Geselle. Das spätkeltische Oppidum auf dem Donnersberg im Spiegel aktueller Forschungsansätze. In: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz 118, 2020, S. 11–38.
Weblinks
Weitere Angaben (8)
- Konstruktion
- Pfostenschlitzmauer
- Länge der Umwehrung
- 8 500 m
- Tortypen
- Zangentor
- Zugänge – Anmerkung
- Zangentore nach Zeeb-Lanz 2016 („Münzen – Mauern – Zangentore“).
- Befunde im Innenraum
- Im Ostwerk eine Viereckschanze (für Oppida bisher einmalig). Am Schlackenwall wahrscheinlich Rohglasherstellung aus erhitztem Rhyolith.
- Datierungsgrundlage
- Ausgrabung, Lesefunde
- Ausgrabungen
- 1930 Kurt Bittel; 1974/75 Viereckschanze (H.-J. Engels); seit 2004 Grabungen am Schlackenwall (A. Zeeb-Lanz, GDKE Speyer).
- Wichtige Funde
- Bronzener Achsnagelkopf, Münzen der Leuker und aus römischer Zeit, bronzene Doppelkopfhülse (vermutlich Trinkhornspitze).
Quellen der Geodaten
- Geländemodell: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
- Luftbild: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP, dl-de/by-2-0
- Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.