Heidenmauer bei Bad Dürkheim

Hallstattzeit

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Luftbild: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP

Beschreibung

Späthallstattzeitlicher Ringwall auf dem Kästenberg über Bad Dürkheim. Die 2,5 km lange Mauer (Pfostenschlitzmauer Typ Altkönig-Preist) liegt heute als 3–10 m hoher, an der Basis 15–20 m breiter Steinwall.

Steckbrief

Anlagentyp
Ringwall
Gemeinde / Gemarkung
Bad Dürkheim
Landkreis
Landkreis Bad Dürkheim
Land / Kanton
Rheinland-Pfalz
Topographische Lage
Bergkuppe
Naturraum
Haardt (Ostrand des Pfälzerwalds), Kästenberg
Vorwälle / Annexe / Vorburg
Vor dem nordwestlichen Mauerbogen ein knapp 500 m langer, bis 15 m breiter Graben („Wurstgraben“); etwa 80 m südlich des Tores vermutlich eine Bastion bzw. ein Turm.
Nutzungsphasen
Um 500 v. Chr. errichtet, nur etwa eine Generation (30–40 Jahre) bewohnt, dann friedlich aufgegeben und die Mauer niedergelegt. Im 4. Jh. n. Chr. teilweise als Steinbruch genutzt.
Koordinaten
49.46406 N, 8.15824 E

Literatur

  1. Thomas Kreckel: Die frühkeltische Befestigungsmauer „Heidenmauer“ bei Bad Dürkheim, Kreis Bad Dürkheim. In: Archäologie in Rheinland-Pfalz 2004, S. 29–32.
  2. Helmut Bernhard, Thomas Kreckel: Frühe Kelten im Raum Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz. Tübingen 2006. online

Weblinks

Weitere Angaben (19)
Höchster Punkt
297 m ü. NHN
Höhe über Umland/Tal
170 m
Wasser in der Anlage
ja
Wasser – Anmerkung
Quelle im Nordbereich der Anlage.
Anzahl Wall-/Mauerlinien
1
Konstruktion
Pfostenschlitzmauer
Anzahl Gräben
1
Wallhöhe (max., heute)
10 m
Länge der Umwehrung
2 500 m
Innenfläche
26 ha
Ausdehnung
etwa 700 m (N–S) × 600 m (W–O); Grundriss wie ein gespannter Bogen, die Sehne bildet eine Spitze nach Süden.
Anzahl Tore
1
Zugänge – Anmerkung
Etwa 7 m breites Tor im Osten am tiefsten Punkt (264 m) mit etwa 9 m langer Torgasse, zwei durch eine Steinreihe getrennte Fahrbahnen; vermutlich hölzerner Überbau.
Befunde im Innenraum
Zahlreiche kleine Hügel, wohl Reste der Wohnbebauung (unerforscht); ein Fußbodenfragment aus gestampftem Lehm freigelegt.
Datierungsgrundlage
Ausgrabung, Typologie / Analogie
Ausgrabungen
1874/75 Christian Mehlis; 1937–1939 Hans Schleif (Ahnenerbe); 2004–2006 Archäologische Denkmalpflege Speyer, Leitung Thomas Kreckel (DFG-Schwerpunktprogramm „Frühkeltische Fürstensitze“).
Wichtige Funde
Reiche Keramik (fast ausschließlich handgemacht), eiserne Hiebmesser, pyramidenförmige Mahlsteinunterlagen („Napoleonshüte“); Hinweise auf Milchwirtschaft und Eisenverhüttung; Importkeramik aus Oberitalien und Griechenland.
Bewuchs / Nutzung
Wald
Eingetragenes Kulturdenkmal
ja

Quellen der Geodaten

  • Geländemodell: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
  • Luftbild: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP, dl-de/by-2-0
  • Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.
  • Gemeinde und Kreis: © BKG (2026) dl-de/by-2-0, Datenquellen (VG250, wo nicht aus der Literatur)