Jaromarsburg
Frühmittelalter, Hochmittelalter
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Beschreibung
Die Jaromarsburg war vom 9. bis zum 12. Jahrhundert eine dem Gott Svantovit gewidmete Kultstätte des slawischen Stammes der Ranen. An der Nordostspitze bei Kap Arkona auf der Insel Rügen gelegen, war sie von zwei Seiten durch die Steilküste und von der Landseite durch einen Burgwall geschützt. Der Name der Tempelburg leitet sich vom Ranenfürsten Jaromar I. ab, der nach der Unterwerfung Rügens durch Dänemark im Jahr 1168 zum Vasallen des dänischen Königs Waldemar I. wurde. Vom Kap Arkona sind in den letzten Jahrhunderten immer wieder Teile des Hochuferkliffs ins Meer gestürzt, weshalb von der Jaromarsburg heute hauptsächlich der Burgwall sichtbar ist. Bei 10 bis 20 m Landabbrüchen pro Jahrhundert wird vermutet, dass die derzeitige Fläche innerhalb des Walles nur ein Drittel der ursprünglichen darstellt. (Text: Wikipedia, „Jaromarsburg“, CC BY-SA 4.0)
Steckbrief
- Anlagentyp
- Burgwall
- Land / Kanton
- Mecklenburg-Vorpommern
- Koordinaten
- 54.67660 N, 13.43694 E
Literatur
- Carl Schuchhardt: Arkona, Rethra, Vineta. Ortsuntersuchungen und Ausgrabungen. 2., verb. und verm. Aufl. Schoetz, Berlin 1926.
- Wilhelm Petzsch, Günther Martiny: Wall und Tor der Tempelfeste Arkona. In: Prähistorische Zeitschrift. Bd. 21, Nr. 3/4, 1930, S. 237–264, hier S. 237 ff. und S. 262, .
- Wilhelm Petzsch, Karl A. Wilde: Ein Wikingerwaffenfund von Arkona. Ausgrabungen auf dem Schloßberg von Gützkow (= Mitteilungen aus der Sammlung vorgeschichtlicher Altertümer der Universität Greifswald. 7, ). Bamberg, Greifswald 1935.
- Astrid Tummuscheit: „Der Herd aller Irrtümer“ – Die Tempelburg Arkona an der Nordspitze Rügens. In: Uta Maria Meier, Hildegard Gräfin von Schmettow, Jens-Peter Schmidt (Red.): Archäologische Entdeckungen in Mecklenburg-Vorpommern. Kulturlandschaft zwischen Recknitz und Oderhaff (= Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern. Bd. 5). Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, Schwerin 2009, ISBN 978-3-935770-24-8, S. 157–158.
- Peter Ziemann: Ranen, Rügen und Meer. Die Geschichte eines versunkenen, slawischen Volksstammes. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2015, ISBN 978-3-939680-25-3.
- Fred Ruchhöft: Die Burg am Kap Arkona auf Rügen. In: Burgen und Schlösser. Bd. 63 (2022), Heft 4, S. 194–204.
Weblinks
Quellen der Geodaten
- Geländemodell: © GeoBasis-DE/M-V – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
- Luftbild: © GeoBasis-DE/M-V, CC BY 4.0
- Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.