Martberg bei Pommern
Neolithikum, Frühlatènezeit, Mittel-/Spätlatènezeit, Römische Kaiserzeit, Spätantike
Geländemodell wird geladen …
Beschreibung
Tafelberg über der Mosel mit spätkeltischem Oppidum der Treverer und gallo-römischem Heiligtum des Lenus Mars; eine der wichtigsten Fundstellen für das keltische Münzwesen.
Steckbrief
- Anlagentyp
- Oppidum
- Weitere Namen
- Pommerer Mart
- Gemeinde / Gemarkung
- Pommern (Mosel)
- Landkreis
- Landkreis Cochem-Zell
- Land / Kanton
- Rheinland-Pfalz
- Topographische Lage
- Plateau
- Naturraum
- Untermosel; Tafelberg zwischen Pommerbach- und Brohlbachtal
- Nutzungsphasen
- Oppidum der Treverer mit größter Ausdehnung im 1. Jh. v. Chr.; Mauer mindestens dreimal erneuert. Siedlung im 1. Jh. n. Chr. zugunsten des Vicus Cardena aufgegeben, Tempelbezirk bis Anfang 5. Jh. n. Chr.
- Koordinaten
- 50.17870 N, 7.28650 E
Literatur
- Joseph Klein: Der Martberg bei Pommern an der Mosel und seine Kultstätte. In: Bonner Jahrbücher 101, 1897, S. 62–116. online
- Alfred Haffner: Der Mart- und Hüttenberg bei Pommern/Karden, ein Oppidum im östlichen Treverergebiet. In: Trier, Augustusstadt der Treverer. Mainz 1984, S. 106–111.
- Claudia Nickel, Martin Thoma, David Wigg-Wolf: Martberg. Heiligtum und Oppidum der Treverer I: Der Kultbezirk. Die Grabungen 1994–2004 (Berichte zur Archäologie an Mittelrhein und Mosel 14). Koblenz 2008.
- Claudia Nickel u. a.: Martberg. Heiligtum und Oppidum der Treverer III: Die Siedlung (Berichte zur Archäologie an Mittelrhein und Mosel 19). Koblenz 2013.
- Hans-Helmut Wegner: Kelten und Römer auf dem Martberg bei Pommern, Kreis Cochem-Zell (Archäologie an Mittelrhein und Mosel 24). Koblenz/Pommern 2022.
Weblinks
Weitere Angaben (13)
- Höchster Punkt
- 273,2 m ü. NHN
- Höhe über Umland/Tal
- 190 m
- Konstruktion
- Pfostenschlitzmauer
- Länge der Umwehrung
- 3 200 m
- Gesamtfläche mit Umwehrung
- 70 ha
- Ausdehnung
- Plateau aus Mart- und Hüttenberg über 70 ha; besiedelt fast das ganze Martbergplateau (ca. 50 ha) und Teile des Hüttenbergs. Nur über einen schmalen Grat von Norden zugänglich.
- Befunde im Innenraum
- Hofgruppen aus meist quadratischen Wohnhäusern (25–50 m²) und kleinen Speichern (4–15 m²); Metallwerkstätten; Münzstätte (Rohlinge, Gussformen). Am höchsten Punkt ein Heiligtum, in römischer Zeit Tempelbezirk des Lenus Mars mit gallo-römischem Umgangstempel.
- Datierungsgrundlage
- Ausgrabung, Lesefunde
- Ausgrabungen
- 1885–1890 Provinzialmuseum Bonn (Joseph Klein); 1987 Wallschnitte, Landesamt für Denkmalpflege RLP, Amt Koblenz; 1994–2013 systematische Grabungen (Amt Koblenz, DFG).
- Prospektion
- Geomagnetik
- Wichtige Funde
- Über 10 000 Münzen (rund 2000 keltisch), Fibeln, Rädchenamulette, Waffen, Miniaturgefäße, zwei Weihinschriften für Lenus Mars, Sonnenuhr, 25 Loskugeln.
- Verbleib der Funde
- Stiftsmuseum Treis-Karden, Landesmuseum Koblenz
- Besuch / Zugänglichkeit
- Archäologiepark Martberg mit rekonstruiertem Tempelbezirk (2004).
Quellen der Geodaten
- Geländemodell: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
- Luftbild: © GeoBasis-DE / LVermGeo RLP, dl-de/by-2-0
- Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.