Ringwall Altkönig

Frühlatènezeit

Geländemodell wird geladen …

DGM über hillsha.de

 

Luftbild: © HVBG

Beschreibung

Bodendenkmal. Ca. 26 ha große Ringwallanlage mit zwei Ringwällen, die einen deutlichen Abstand zueinander aufweisen. Zwei Annexe schließen nach Südwesten ein trapezförmiges Gebiet am Berghang ein, dass über 40 % der Fläche der Wallanlage ausmacht. Die Pfostenschlitzmauer wird als Typlokalität beschrieben. Zwei Tore im äußeren Wall mit überlappenden Wallenden und ein einfaches Tor im inneren Wall sind nachgewiesen. Die Funktion des Altkönig zu den benachbarten Anlagen weiter nordöstlich am Taunuskamm entlang, wie das Heidetränk-Oppidum, Bleibeskopf, Roßkopf und Gickelsburg sind nicht geklärt. In seiner Struktur hat der Altkönig ein typisches Muster eisenzeitlicher oder keltischer Wallanlagen mit einem doppelten Wall um eine Berghöhe und ausschweifendem Annex, der Quellbereiche zusätzlich sicherte. (Text: Wikipedia, „Liste vor- und frühgeschichtlicher Wallanlagen in Hessen“, CC BY-SA 4.0)

Steckbrief

Anlagentyp
Ringwall
Gemeinde / Gemarkung
Kronberg im Taunus
Landkreis
Hochtaunuskreis
Land / Kanton
Hessen
Nutzungsphasen
Zeitstellung laut Liste: 4. Jh. v. Chr. (Latènezeit).
Koordinaten
50.21220 N, 8.48278 E

Literatur

  1. Dietwulf Baatz, Fritz-Rudolf Herrmann: Die Ringwälle auf dem Altkönig im Taunus. Führungsblatt zu den keltischen Befestigungen bei Falkenstein und Kronberg, Hochtaunuskreis (= Archäologische Denkmäler in Hessen. Nummer 25, ). Abteilung für Vor- und Frühgeschichte im Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden 1982.
  2. Holger Baitinger, Peter Kresten: Geoarchäologie zweier hessischer „Schlackenwälle“. Glauberg und Altkönig. In: Archäologisches Korrespondenzblatt. Band 42, 2012, S. 493–508 ((online)). online
  3. Bayerisches Landesvermessungsamt München (Hrsg.): Topographische Karte. Bundesrepublik Deutschland. TK 50. Blatt: 5716. Oberreifenberg. Normalausgabe, 2. Auflage, umfassende Aktualisierung 2008, einzelne Ergebnisse 1/2009. Bayerisches Landesvermessungsamt – Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern, München 2009, ISBN 978-3-89446-326-7.
  4. Fritz-Rudolf Herrmann, Albrecht Jockenhövel u. a. (Hrsg.): Die Vorgeschichte Hessens. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0458-6.
  5. Jörg Lindenthal: Kulturelle Entdeckungen. Archäologische Denkmäler in Hessen. Jenior, Kassel 2004, ISBN 3-934377-73-4, S. 131f.
  6. Andreas Müller-Karpe: Aspekte des frühkeltischen Befestigungswesens. In: Andreas Müller-Karpe, Alfred Haffner, Helga Brandt (Hrsg.): Studien zur Archäologie der Kelten, Römer und Germanen in Mittel- und Westeuropa. Alfred Haffner zum 60. Geburtstag gewidmet (= Internationale Archäologie, Studia honoraria. Band 4). Verlag Marie Leidorf, Rahden 1998, ISBN 3-89646-384-5, S. 439–448.
  7. Georg Wilhelm Sante (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 4: Hessen (= Kröners Taschenausgabe. Band 274). 3., überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 1976, ISBN 3-520-27403-5.

Weblinks

Quellen der Geodaten

  • Geländemodell: © HVBG – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
  • Luftbild: © HVBG, dl-de/zero-2-0
  • Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.