Ringwall Hohlestein
Mittel-/Spätlatènezeit
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Beschreibung
Zwei Wallreste (Im Westen und im Osten) einer kleinen spätkeltischen Befestigung, die entlang der steilen Bergkuppe nach Osten ausgeweitet liegt und im Norden und Süden jeweils an die beiden Berggrate anschließt. Östlich bis nördlich an der flacheren Seite ein vorgelagerter kaum noch sichtbarer Abschnittswall (der nach Süden, spitz zulaufend, noch weit ausgreift), die anderen Himmelsrichtungen durch steile Anstiege geschützt. Der eigentliche Basaltfelsen, innerhalb dessen Reste einer Basaltsteingrube, die zeitlich vorher genutzt wurde; prähistorische Scherbenreste und 1951 am Osthang der Basaltkuppe nahe dem Basaltfelsen Funde einer großen Anzahl von Gefäßscherben aus der La-Tène-Kultur sowie Bruchstücke von Hüttenlehm eines keltischen Stützpunkts aus dem späten 2. bis 1. Jahrhundert v. Chr.; eine chattische Verwendung des Kultplatzes nicht belegbar. Der kleine Ringwall (Innen: ca. 320 m Umfang und 0,7 ha Fläche, den östlichen Abschnittswall einschließend: ca. 1050 m Umfang und 1,25 ha einschließend) wird eher zur Absicherung einer Kultstätte oder eines Heiligtums, denn als Wohnstätte gesehen, dennoch finden sich (vermutlich landwirtschaftliche) Terrassen nördlich und östlich am Auslauf des Berges. Möglicherweise in ähnlicher Funktion wie die Helfensteinanlage zur Wallanlage Dörnberg. Mittelalterliche Funde des 12. oder 13. Jahrhunderts werden mit einer möglichen Burg in Verbindung gebracht. (Text: Wikipedia, „Liste vor- und frühgeschichtlicher Wallanlagen in Hessen“, CC BY-SA 4.0)
Steckbrief
- Anlagentyp
- Ringwall
- Gemeinde / Gemarkung
- Ahnatal-Weimar, Hohlestein
- Landkreis
- Landkreis Kassel
- Land / Kanton
- Hessen
- Nutzungsphasen
- Zeitstellung laut Liste: Spätlatènezeit.
- Koordinaten
- 51.35131 N, 9.36346 E
Literatur
- Der Hohlestein bei Ahnatal-Weimar, Informationstafel 2 des Eco Pfades Archäologie Dörnberg; abgerufen am 28. September 2022 PDF
- Eduard Brauns: Wander- und Reiseführer durch Nordhessen und Waldeck. A. Bernecker Verlag, Melsungen 1971, S. 56
Weblinks
Quellen der Geodaten
- Geländemodell: © HVBG – geladen und berechnet im Browser über hillsha.de
- Luftbild: © HVBG, dl-de/zero-2-0
- Steckbrief: zusammengestellt aus der genannten Literatur; nicht aufgeführte Angaben sind unbekannt.